Wer nicht den Tag genießt und im Morgen lebt, der fürchtet den Tod, weil er zu leben vergisst. Wer das Leben nur unter ökonomischen Gesichtspunkten sieht oder beurteilt, der nimmt dem Leben die Lebendigkeit und das Lebenswerte, weil er sein Handeln eindimensional ausrichtet. Die Gefangenschaft im Morgen und im ökonomischen Denken zerstört den Menschen, weil [...]
Gedanke 89
Jeder Mensch ist ein Kind seiner Verhältnisse. Er wird in Verhältnisse hineingeworfen, auf die er reagieren muss und reagiert. Wenn andere einen Menschen verurteilen, dann müssen sie vor jeder Verurteilung eines bestimmten Menschen die Frage stellen, auf welcher Basis verurteilt wird und wie die Verhältnisse sind, daß der Mensch so reagiert, wie er reagiert. Reaktionen [...]
Gedanke 86
Ob ein Orakel befragt wird oder ob die Wahrsagerin um Rat gefragt wird, zeigt nur, daß Menschen das Noch-Nicht der Zukunft zu erfahren begehren, während sie in der Gegenwart zu handeln vergessen. Denn sie wollen sich nicht der Mühe des Handelns unterziehen, sondern auf den Eintritt des Verheißenen warten. Es ist auffällig, daß niemand, der [...]
Gedanke 84
Der beste Lehrmeister ist die Erfahrung, weil sie das wahre Gesicht von Menschen zeigt und sehen lehrt. Menschen, denen man vertraute oder die Vertrauen erweckten, fallen einem in den Rücken, indem sie aus dem Drang, ihr eigenes Wohl zu vermehren oder ihre eigene Haut zu retten, den Vorteil anderer schmälern oder destruktiv wirken. Da das [...]
Gedanke 75
Liebe ist mehr als Schönheit und schöne Kleidung, denn sie stellen Äußerlichkeiten dar. Sie mögen im ersten Augenblicke beeindrucken, aber sie wirken nicht, wenn ihnen das Herz fehlt, das sie mit Leben erfüllt, denn sie bleiben dann in ihrer Scheinhaftigkeit stecken. Jeder Mensch ist bemüht, schön auszusehen und seinen schönen Geist zu präsentieren, aber wenn [...]
Gedanke 28
Das Grundgesetz schützt die Würde des Menschen und damit die Freiheit des Individuums, insofern es die Würde als unantastbar definiert. Damit wird aber jeder Zwang ausgeschlossen, den der Staat auf das Individuum ausüben kann, denn jeder Zwang seitens des Staates bedeutet einen Eingriff in die Persönlichkeitssphäre des Individuums und er beschneidet damit die Freiheit des [...]
172 Vom Erfolg und Misserfolg
Misserfolg zeigt nur, daß man nicht seinem Herzen folgt. 119727-20091221-193900.mp3 Tweet
169 Von Herz und Hand
Nur durch das Herzen gelangt man zur Sachheit der Sache. 119727-20091130-193916.mp3 Tweet
160 Vom Scheiden
Scheiden tut weh. 119727-20090824-185206.mp3 Tweet
146 Gedanken zum ignatianischen Postulat
Eine Wahl sollte immer individuell und ohne Rücksichtnahme getroffen werden, als ob keine Abhängigkeiten bestünden. 119727-20090420-180545.mp3 Tweet